Der Druck zu nähen - wenn aus Bloggen eine Belastung wird

18:36:00





Hallo ihr Hübschen, 

heute möchte ich mich mit einem für mich doch recht delikatem Thema an euch wenden und es als Diskussion aufgreifen.

In den letzten Wochen, wenn nicht auch schon seit ein paar Monaten wurde mir eines immer und immer mehr bewusst:

Bloggen ist manchmal verdammt hart und setzt einen unter Druck. 

Ich weiß nicht, wie es euch da draußen geht, aber ich für meinen Teil hege mehr und mehr gewisse Ansprüche an meine Blogbeiträge und wünsche mir, dass sie nebst tollen Bildern auch inhaltlich einen schönen Content haben.

Doch was mir immer mehr auffällt, dass es an vielen Stellen da draußen nur noch um die Masse und weniger um den wirklichen Content geht.

Man versucht möglichst viele Beiträge in einer Woche zu schaffen, nur weil irgendwo geschrieben steht, dass ein guter, nein ein sehr guter! Blog mindestens so und so viele Beiträge/Woche erscheinen lassen sollte, um mithalten zu können und für seine Leser interessant zu bleiben.


Das mag sein.
Der motivierte und höchst interessierte Stamm- Leser kann von seinen Lieblingsblogs wahrscheinlich gar nicht genug bekommen und wäre mit täglichen Beiträgen durchaus einverstanden.

Doch nun stellen sich bei mir diversen Fragen auf: 


Bei der letzten Frage möchte ich Blogs, die entweder mehrere Autoren oder gewisse Blogrythmen, wie zB. ein allwöchentlich erscheinendes Interview oder Gastbeiträge etc. außer Acht lassen.

Ich möchte mich also auf den "Durchschnitts-Einmann/-Frau- Blog" beziehen, der im Alleingang und vielleicht neben dem alltäglichen Aufgaben, wie Arbeit, Haushalt und Familie betrieben wird.

Wie kann ein derartiger Blog wirklich jeden Tag "sehr guten" Content produzieren, ohne sich unter dem eigenen Druck zu verlieren und einen Großteil der Frei- und wahrscheinlich auch Schlafzeit zu opfern?

Für mich ist das unvorstellbar.
Vielleicht ist es mein schlechtes Zeitmanagement.
Vielleicht meine Ideenlosigkeit für 365 Beiträge im Jahr.
Vielleicht meine persönlichen Ansprüche an einen guten Blog, wobei ich keineswegs behaupte, dass meiner ein vorbildlicher Blog wäre.
Vielleicht bin ich zu sehr Realist.

Vielleicht ist es eine Mischung aus alle dem, was mich daran zweifeln lässt, dass ein wirklich guter Blog so nicht funktionieren kann.
Nicht ohne Hilfe und nicht ohne Gastbeiträge.
Nicht ohne ein Fulltime + -Job zu sein.

Kommen wir vorerst zurück zum Leser. 

Was erwartet mein Leser von mir als Blogger?
Ich bin gutgläubig und behaupte mein Leser möchte einen tollen Beitrag lesen, aus dem er in irgendeiner Form einen Mehrwert zieht.
Sei es in Form eines Reiseberichtes, eines Tutorials, hilfreichen Informationen zu gesuchten Themen oder aber, dass er ihn zum Nachdenken anregt.
Vielleicht habe ich aber auch einen humoristischen Blog und möchte meinen Leser erheitern.

All das wäre ein Mehrwert für den Leser.
Was er jedoch in meiner Vorstellung sicherlich nicht möchte, ist sich langweilen.

Das heißt er möchte sicherlich keinen dahin geklatschten Beitrag aus dem mein Zeitdruck ihn geradezu anspringt.
Er möchte nicht rauslesen, wie ich mich für jedes einzelne Wort abgemüht habe, um irgendwie die Zeilen zu füllen und dem Beitrag einen Sinn zu geben.


Dafür muss mein Leser nicht wieder kommen.

Apro pros wiederkommen:

Auch, wenn ich weiß, dass so ziemlich jeder Blog seine Stammleser hat, so glaube ich nicht an daran, dass es Leser gibt, die an jedem Tag im Jahr zu mir in den Blog klicken.

Denn seien wir ehrlich: Ich kann noch so interessant sein, aber 365 Tage Aufmerksamkeit möchtet ihr sicherlich niemanden, außer euer Familie oder dem Partner schenken.

Nun werden einige eifrig entgegen halten:


Ja das stimmt. Würde ich mich rein auf der Zuverlässigkeit meiner Stammleser ausruhen, wären meine Klickzahlen & Reichweiten wohl recht niedrig.

Allerdings möchte man mit seinem Blog doch auch eine gewisse Zielgruppe ansprechen und dadurch seine Stammleserschaft aufbauen.

Mein Blog richtet sich zB. vornehmlich an Frauen aus dem Bereichen DIY und Nähen, an Modeinteressierte und zunehmend auch an Berlin-Liebhaber . . .

Hier und da fließen sicherlich auch mal andere Themen ein, aber so bin ich zB. weniger ein Familienblog, auf dem ich viele Details aus unserem Familienalltag verblogge.
Noch weniger bin ich ein Foodblogger. Leider.

Ich bin der Überzeugung, ein guter (oder eben sehr guter) Blog kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen.

Ja auch ich habe diese Erkenntnis erst machen müssen und wollte anfangs überall mal mitmischen, um allen möglichen Lesertypen irgendwie gerecht zu werden.
Das nennt man vielleicht auch Stilfindung ;)

Doch muss man irgendwann Vernunft walten lassen und sich eingestehen, dass man sich auf die Themen beschränken sollte, in denen die eigenen Kernkompetenzen liegen.

Deshalb soll natürlich nicht ausgeschlossen sein, dass man die Themen nicht erweitern kann, weil sich Interessen bzw. Kompetenzen verlagern. ;)


Zumindestens sollte man aber Ahnung haben von dem, was man schreibt, sonst wird kein Leser lange bleiben.


Wie aber nun einen Blog täglich mit Beiträgen füllen? Und muss das denn überhaupt sein?


Ich möchte euch hierzu gerne aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. 

Bis letztes Jahr noch habe ich mich oft an anderen Bloggern orientiert und versucht mit gewissen Maßstäben mithalten zu können. 

Ich wollte unbedingt wöchentlich 3 Beiträge veröffentlichen. 
Inhaltlich hat sich das für mich teilweise als schwierig rausgestellt. 
Ebenso war auch die verfügbare Zeit nicht immer mein Freund. 

Erst sehr spät habe ich RUMS* für mich entdeckt und meinen ersten Beitrag zum Rums- Donnerstag erst irgendwann kurz vor Mitte des letzten Jahres veröffentlicht. 

Bereits nach dem ersten Mal "rumsen" hat mich das Fieber gepackt und mich die deutlich spürbare Klickzahl für den jeweiligen Beitrag gereizt. 

Also wurde binnen kürzester Zeit eine persönliche Challenge daraus. 

Irgendwas muss ich für mich nähen. Irgendwas muss ich bloggen und es muss am Donnerstag sein, denn es soll sich natürlich für meine Reichweite lohnen. 

Ziemlich schnell fand ich mich in einer Spirale wieder und war weniger getrieben von der Lust zu nähen, als vielmehr von der Sucht nach den Klickzahlen. 

Mit jeder Steigerung pro Beitrag wuchs mein Ehrgeiz und somit auch der Druck "irgendetwas" zu nähen. 
War etwas genäht, haperte es jedoch nicht selten am Italiener, der es entweder nicht zufriedenstellend fotografierte oder erst gar nicht wollte. 

Das machte mich wütend. Denn wie sollte ich unter dieser Sabotage meinen Donnerstags-Beitrag leisten? 

In der Nachbetrachtung klingt mein Ärger darüber ziemlich absurd und lächerlich. Ist es auch. 
Allerdings war er zu dem Zeitpunkt real und für mich alles andere als belustigend. 

Seit Herbst habe ich nicht mehr ´gerumst`, da es sich Dank Wetter und Zeit nicht wirklich ergab Fotos von mir zu machen. Trotzdem habe ich Kleidung für mich genäht.

Meine Klickzahlen sind dann schlagartig in den Keller gefallen. 
Plötzlich waren es mehr als 50% weniger Klicks, als in einem rums-reichen Monat. 
Nun nicht mehr als 8000 pro Monat.
Das hat mich erschüttert und regelrecht entmutigt. 


Ich fing an, an mir und meinem Blog zu zweifeln. 
Sind meine Beiträge nicht mehr wert als läppische 8000? Nur weil ich den Donnerstag auslasse? 
Wie soll denn mein Blog so nur bekannt und erfolgreich werden? 

Mich machte das unendlich traurig und ich erkannte im gleichen Atemzug, wie unglaublich abhängig ich mich von einer Zahl gemacht habe. 
Unter welchen Druck ich mich monatelang selbst gesetzt hatte, nur um jede Woche etwas zeigen zu können. 
Dass ich genäht habe, nur um etwas zum Bloggen zu haben, nicht aber unbedingt, weil ich mir etwas schönes nähen wollte. 


Heute, einige Monate später, ohne neuen RUMS-Beitrag, ohne andere Linkparties oder besonderes große Gewinnspiele im Blog, hat sich meine Klickzahl erholt. 

Aktuell zähle ich um die 20 000 Klicks im Monat und das bei 1-2 Blogbeiträgen pro Woche. 
Das heißt, mein Inhalt scheint sich in irgendeiner Weise verbessert zu haben und ich persönlich glaube, ich habe einfach meinen Stil gefunden.

Ich habe für mich erkannt, dass es weniger darum geht, mit anderen mitzuhalten, an einem bestimmten Tag in einer bestimmten Liste aufzutauchen und eine gewisse Menge an Lesern abzugreifen, als vielmehr um die persönliche Ausgeglichenheit.

Es geht darum, den für sich angenehmsten Blogrythmus zu finden. Sich mit seinen persönlichen Themen auseinander zu setzen, die einen wirklich interessieren, die einen selbst bewegen und über die es sich zu bloggen lohnt. 

Es soll sich nicht für andere lohnen. Es soll sich für einen selbst lohnen. Nicht aber, weil man eine bestimmte Zahl vor Augen hat und sich an dieser festbeißt. 

Ich glaube, zu viele machen sich bis heute zu viel Druck, weil sie nach links und rechts blicken, statt sich auf das Wesentliche, nämlich den eigenen Blog zu konzentrieren. 

Auch glaube ich, dass wir zu oft ein falsches Bild vom "erfolgreichen Blogger" verfolgen. 

Erfolg ist nicht der massenhaft produzierte Content, sondern der mit qualitativen Inhalt. 
Und dieser kann ganz unterschiedlich aussehen.
Erfolg ist seinen ganz persönlichen Stil zu finden. 

Mein Blog ist kein Optimum, kein Vorbild oder Beispiel für andere. Das möchte ich gar nicht sein und auch ich bin noch nicht ganz zufrieden mit meiner Führung und wünschte mit hier und da mehr Beständigkeit. 
Aber mein Privatleben lässt eben nicht das gleiche Maß an Zeit offen, wie sich Ideen in meinem Kopf tummeln. 

Es ist nicht schlimm, wenn tagelang oder vielleicht mal eine ganze Woche nichts auf deinem Blog passiert, weil es sich einfach nicht ergibt, man krank ist oder im Urlaub oder weil einfach die kreative Idee fehlt. 

An ´rumsen`ist nichts schlimm, man kann seine Beiträge gerne dort oder woanders verlinken, aber es ist eben auch nicht schlimm, wenn man es nicht schafft.
Wenn der Beitrag an einem Samstag und nicht am Donnerstag erscheint. 
Wenn man nicht in der xy Linkparty erscheint, sondern es einfach nur postet und sich über die normale Feedback freut.
Kommentare sind doch auch viel wertvoller als irgendwelche Zahlen oder?


Der Druck kommt nicht von außen, wir machen ihn uns ganz alleine. 

Wir sollten nicht bloggen, weil wir Statistiken bestehen müssen.
Oder wir meinen so Kooperationspartner anzulocken bzw. sie zu überzeugen, wenn wir sie in unseren Anschreiben mit großen Zahlen beeindrucken können. 

Wenn unser Blog nicht unsere einzige Einnahmequelle ist, dann sollten uns Zahlen hin und wieder egal sein und unser eigener Stil, sowie Qualität mehr Gewicht in unseren Köpfen haben.







Liebe Leser, 

ich freue mich an dieser Stelle sehr auf euer Feedback, Kritik oder vielleicht sogar eine sachliche Diskussion. Vielleicht seht ihr das ganz anders oder genauso wie ich. 
Vielleicht wollt ihr ergänzen und habt andere Fragen... 
Vielleicht wollt ihr mir/uns auch verraten, was euch als Leser wichtig ist.

ich bin gespannt und danke euch sehr fürs durchhalten und immer wieder vorbeischauen. 

Danke auch an Svenja von Pusteblog, Manu von Emilea und Julia vom Kreativlabor Berlin, die den finalen Anstoß zu diesem Beitrag gegeben haben. 


VIELEN DANK 

EURE P L 




Wer an dieser Stelle noch einen langen Atem hat, kann sich dazu auch gerne mal zu Juli von Heimatpottential rüber klicken, die sich ähnlich und aus ganz persönlicher Sicht zum Thema Bloggen geäußert hat:



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13 Kommentare

  1. Ich finde es prima, dass du alles so ehrlich für dich reflektieren kannst und ich kann nur sagen - ja ich klicke in meinem Reader immer auf deinen Blog wenn er meldet es gibt was Neues und sehr oft lese ich deine Posts sehr interessiert - und ich finde es toll, dass du deinen Stil gefunden hast. Ich betreibe meinen Blog nur sehr Hobbymäßig und freue mich über jeden Klick und Beitrag und es ist mir völlig egal welcher Tag es ist und ob es "passt" - ich schaue sehr selten überhaupt nach wie viele lesen ... wenn es auch nur Wenige erfreut ist das doch schön. LG Ingrid

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    1. Hallo Ingrid,

      vielen Dank für dein Feedback und vor allem, dass ich nun weiß, dass ich dich hier als Stammleserin begrüßen kann. Das freut mich wirklich sehr.
      Ich gebe dir recht: wichtig ist nicht die Zahl der Leser.
      Eine große Klickzahl für einen Beitrag fühlt sich immer besser an, keine Frage, aber im Grunde, sollte es uns Hobbybloggern wirklich auch öfter eine Freude machen, DASS es jemand liest und nicht wie viele.
      Da stimme ich dir zu!

      ganz liebe Grüße
      Aileen

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  2. Das hast du toll geschrieben und auf den Punkt gebracht.

    Den Stress habe ich mir am Anfang auch gemacht. Das musst du dann und dann Posten weil es an dem Tag diese Linkparty ist. Das habe ich mir abgewohnt. Da ich nur mal am Wochenende Zeit habe um zu nähen.Ich bin meiner Näherei treu geblieben. es kommt auch mal vor das ich 14 Tage nichts Poste weil ich keine Zeit zum nähen hatte.
    Im Moment blogge ich nur für mich ganz ohne Stress und irgendwelchen Linkpartys. Mir ist bewusst das ich dadurch meine Reichweite nicht erweitere oder neue Leser dadurch bekomme. Mein Blog ist quasi wie eine Art Tagebuch. Wenn ich wieder mehr Zeit habe dann werde ich auch wieder mehr bloggen ganz ohne Druck.

    Lieben Gruß
    Ellen

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    1. Liebe Ellen,
      deinem Kommentar ist fast nichts zuzufügen und ich finde deine Einstellung dazu super.
      Vielen vielen Dank dafür und bitte weiter unter dem Motto!
      Ganz liebe Grüße
      Aileen

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  3. Finde es toll, was du geschrieben hast (muss aber ehrlich sagen, dass ich nicht alles gelesen habe) aber das was ich gelesen habe, ist für mich sehr treffend! Es regt mich an, selbst über meine Motivation nachzudenken und auch mich selbst zu reflektieren. Vielen Dank für deine Ehrlichkeit!
    Habe schon oft gedacht, dass es doch nicht um Zahlen gehen sollte, dennoch erwische ich mich oft dabei, dass ich eben doch darauf schaue und dann enttäuscht bin, wenn es mal nicht so gut aussieht. Aber du hast Recht. Es ist wirklich schade, wenn wir anfangen nur noch zu nähen, um Klicks zu bekommen...
    Ich mag deinen Stil und ich mag deine Bilder :)

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    1. Liebe Janina,

      dafür, dass du den Beitrag nicht ganz gelesen hast, hast du den Sinn hervorragend verstanden und ich freue mich wirklich extrem, dass ich dich damit zum Nachdenken anregen konnte.

      Mir waren viele Sachen auch nicht bewusst und es hat einige Zeit gedauert mir über meinen tatsächlichen hausgemachten Druck klar zu werden und ich weiß eben auch, dass es viele andere Blogger gibt, die ihn sich machen, bzw. die versuchen, durch tägliches Bloggen, ganz egal was, ihre Quote hochzuhalten.

      Aber genau das macht einen irgendwann auch mal mürbe und man verbrät seine eigenen Kräfte und wahrscheinlich auch irgendwann die Motivation.

      Ich freue mich wie gesagt sehr über dein Feedback und sag ganz ganz lieben DANK dafür

      Liebste Grüße
      Aileen

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  4. Liebe PL, ein langer langer Text ABER tatsächlich mit viel Wahrheitsgehalt. Mir geht ähnlich, allerdings hab ich das Glück dass mein Blog einfach nur Hobby ist und das soll es auch bleiben.

    Der letzte Satz spricht mir aus der Seele, (wie eben schon geschrieben)

    Dir wünsche ich weiterhin alles gute auf Deinem Lebensweg und glaub mir die anstehende runde Zahl tut nicht weh, vielmehr wächst man damit!

    Ich freu mich dich im Nähcamp wieder zusehen! bis dahin, fühl dich gedrückt!
    Nicole

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  5. Sehr ehrlich, offen und gradeaus... Super!
    Ja, ich bin eher über den DIY Sektor auf deinen Blog gestoßen, geblieben bin ich allerdings eher wegen deinem komplett tollen Schreibstil, auch die Einblicke ins Familien- und Privatleben find ich klasse und natürlich steh ich komplett auf deine Nähsachen.
    Hab mir auch andere Nähblogs angesehen, diesen folge ich aber nicht mehr, weils einfach echt nur ums nähen geht, ohne persönlichen Input und so :)
    Es ist doch komplett wurscht (auf gut österreichisch) :) ob du diese Rumsbeiträge machst oder nicht, solange du noch Spaß dran hast, was du machst.
    Bitte geh deinen Weg genauso weiter, denn er ist gut!
    Liebste Grüße von Marina

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  6. Hallöchen P L
    Schön hast Du das geschrieben.
    Ich sehe das ähnlich, im Grunde kann ich nur sagen:
    Wenn ich die Ideen habe und die Lust, mache ich auch.
    Nur fehlt dann meistens die Zeit zu Bloggen.
    Mein Blog muss (leider) auch mal 1-2 Monate ohne Beitrag auskommen.
    Facebook und Instagram werden da deutlich häufiger gefüttert, da es unkomplizierter ist.
    Ich bin keine Maschiene, die Nähen, Backen, DIY und Bloggen gleichzeitig schafft.
    Trotzdem mache ich alles irgendwie, weil es mir Freude bereitet.
    Ich glaube, meine kleine Leserschaft weiß mittlerweile das sie mich auch auf anderen Plattformen findet und ab und an bekomme ich auch ein Feedback.
    Das freut mich dann total und lässt mich wissen, dass ich nicht nur für mich etwas veröffentliche. Aber im Grunde mache ich genau das! Alle kreativen Ideen sind für mich und meine Liebsten. Und wenn die Zeit zwischen alleine Kind versorgen, 2 Pflegefällen in der Familie, Hobby und Lust sagt, da geht noch was, teile ich liebend gern meine Erfolge und Ideen. Ich lasse mich gerne durch andere Blogs inspirieren und denke/ hoffe das es meinen Lesern auch so geht. Im Grundgedanke (wenn man nicht gewerblich arbeitet) sind wir alle nur Menschen die gern und mit Stolz ihre Erfolge zeigen. Und wenn sich ab und an jemand meldet, der meine Idee als Quell einer Inspiration nutzen konnte, freut mich das wirklich!
    Zum Anfang hatte ich auch das Gefühl, mindestens 1-2 Blogbeiträge pro Woche schreiben zu müssen. Das ging nicht gut! Diese unter Zwang geschriebenen gefielen mir nicht wirklich und meinen Lesern auch nicht. Dann lieber ab und an, dafür richtig. Das macht für mich Qualität aus :)
    Somit verabschiede ich mich wieder aus der Virtuellen Welt und näh mir etwas feines. Und wenn die Zeit und die Lust da ist, zeige ich es gern.
    LG Monique

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  7. Also ich glaube dass sich sehr viele Blogger unter Druck gesetzt fühlen, den sie sich selber machen.
    Mein Blog entstand eigentlich nur, weil alle Freunde immer fragten: "was hast du wieder schönes genäht?" und ich dachte, ich könnte es ja gleich hübsch fotografieren und so kann jeder jederzeit gucken was ich wieder genäht habe.
    Dann entdeckte ich die Linkpartys und fand es auch toll dass so auch Kommentare und Lobeshymnen von fremden Leuten kamen.
    Aber, ich muss ehrlich gestehen, mir waren die Leser immer egal. Das hört sich jetzt vielleicht arrogant an, aber ich verdiene kein Geld mit diesem Blog und es ist MEIN Hobby und jeder kann es sich gerne anschauen was ich mache, aber ich mache es für mich und nicht für die Leute. Und wenn niemand mehr rein klickt, dann ist es immernoch mein Hobby und mein virtuelles Fotoalbum, denn großartige Worte verliere ich dort nicht. Ich bin auch kein Blog-Leser, ich schaue gerne Bilder :-) Und wenn ein Blog gute Bilder hat, dann gefällt er mir, da ist mir der Inhalt meist egal, weil ich es selten lese.
    Man sieht also, dass es sehr unterschiedliche Menschen gibt, die die Blogs lesen bzw. anschauen. Für mich sind andere Blogs immer Inspirationsquellen, dort sehe ich, was ich mal nähen oder häkeln oder kochen könnte.
    An den Linkpartys nehme ich auch teil, um ebenfalls vielleicht für den ein oder anderen als Inspirationsquelle zu dienen. Aber nicht um Komplimente zu fischen, die meist eh dahergeheuschelt sind. Denn wenn wir mal ganz ehrlich sind, sind es oft die gleichen Gesichter die Donnerstags bei RUMS mitmachen und diese Woche ein graues Shirt zeigen und nächste Woche ein hellgraues und übernächste Woche ein dunkelgraues Shirt. Und immer die gleichen flippen aus vor Freude und teilen in ihren Kommentaren mit wie toll die jeweilige Person doch wieder aussieht. Da frage ich mich einmal mehr worum es da eigentlich geht.
    Selbst die, die Stoffe gesponsort bekommen um sie vernähen zu können und zeigen müssen, denen kaufe ich das ganze manchmal nicht ab. Denn manchmal frage ich mich, ob sie die genähten Sachen dann auch wirklich tragen, oder ob sie nicht doch ganz hinten im Schrank landen. Auch wenn die Geschmäcker verschieden sind, aber ich denke 90 Prozent der Damen die den Stoff geschenkt bekommen, würden ihre genähte Kleidung niemals selbst kaufen oder diesen Stoff dafür.
    Meine Meinung ist, wenn es ein Hobby ist und wenn man kein Geld damit verdient, sollte man sich keinen Kopf um Leserzahlen zu machen. Es soll doch Spaß machen. Denn du opferst deine Zeit freiwillig für den Blog, damit andere lesen und gucken können. In der Zeit könntest du 100 andere Dinge machen. Die Wohnung putzen, den nächsten Urlaub planen, die Füße hoch legen und einen Milchkaffee genießen...und und und. Also, wenn man diese kostbare Zeit damit verbringt einen Blog zu pflegen, nur um Besucher oder Kommentare zu erhaschen, wäre es doch traurig, oder?
    Vielleicht ist meine Meinung auch zu radikal, aber du wolltest ja eine Diskussion :-)
    Liebste Grüße
    (und ja, diesmal habe ich alles von deinem Text gelesen :-) )

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  8. Liebe Aileen,

    ich selber habe mich bewusst gegen einen eigenen Blogg entschieden, da ich genau diese Situationen bei Bekannten mitbekommen habe. Ich nähe für mein Leben gern, aber für meine Süße und mich(die Mäntel Bordeaux sind übrigens der Hit hier bei uns, danke nochmals für deinen Anstoß/Beitrag dazu). Natürlich würde ich sie gerne auch zeigen, bin ja schließlich auch Stolz darauf, aber zu welchem Preis!
    Ich schaue gerne auf Blogs vorbei in denen mir inhaltlich etwas geboten wird und bin dann auch bereit zu warten. Und wie du so treffend geschrieben hast, wer hat schon immer Zeit alles und immer zu lesen!
    Trotzdem hoffe ich, dass du weiterhin etwas Zeit damit verbringst deinen Blog zu pflegen!!!
    Liebe Grüße
    Sonia

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  9. Hallo liebe P L,
    ich finde deinen Post sehr gelungen und habe ihn eifrig gelesen. Ich stimme dir voll und ganz zu unnd verstehe auch nicht wie andere Blogger es schaffen neben Job, Familie, Haushalt und sonstigen Dingen die noch nebenbei anfallen ständig präsent zu sein. Mein Tag hat leider nur 24 h und da schaffe ich es auch evtl einmal in der Woche zu posten. Und wenn nicht, dann halt in der darauffolgenden Woche irgendwann. Es ist ja ein Hobby. Ich habe dich auch in meiner Leseliste und lese sehr gerne deine Beiträge und schaue mir auch sehr gerne deine Bilder an. Weiter so!
    Liebste Grüße
    Jacki

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  10. Liebe aileen,

    schöner Beitrag! Ich bin auch der nähsucht verfallen. Hätte gute lust auch einen blog zu machen um stolz meine genähten teile zu präsentieren. Genau aber aus dem Grund den du beschreibst lass ich es lieber bleiben. Ich kenne mich und weiß, dass ich mich genauso wie du unter Druck setzen würde. Viel zu schade wäre rs für mich, wenn mir dadurch die nählust vergehen würde.
    Ich finde es bemerkenswert wie ehrlich du bist. Das ist so erfrischend in einer bloggerwelt, die aus lauter "perfekten" Menschen zu bestehen scheint. Gratuliere zu deinem mut!
    Alles Liebe,
    Maria

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Ich freue mich auf dein Feedback.
Liebe Grüße Aileen

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